Gesundheit


Ärztliche Untersuchungen und ihre Gründe

Der Deutsche Pinscher gehört zu den Rassen, die mit sehr wenigen zuchtbedingten Erbkrankheiten behaftet sind. Trotzdem oder auch gerade deswegen gelten für alle Deutschen Pinscher, die beim PSK in der Zucht eingesetzt werden, eine Reihe von freiwilligen und Pflichtuntersuchungen. 
Wir haben sowohl die vom PSK vorgeschriebenen Pflichtuntersuchungen, als auch die freiwilligen Untersuchungen durchführen lassen - da uns sie Gesundheit unseres Hundes sehr am Herzen liegt.


HD-untersuchung

Die HD-Untersuchung wurde am 29. Januar 2018 durchgeführt.
Ergebnis: A1 (vorzügliche Hüftgelenke)

HD = Hüftgelenks-Dysplasie: Beschreibt die Qualität/Fehlentwicklung der Hüftgelenke. Die Untersuchung darf frühestens mit 12 Monaten erfolgen und dient der Beurteilung der Hüfte mittels Röntgenuntersuchung unter Vollnarkose. Das Ergebnis wird durch die folgende Werte gekennzeichnet: 

A1 und A2 = kein Verdacht auf HD; B1 und B2 = HD-Verdacht

A und B sind in Deutschland zur Zucht zugelassen.

C1 und C2 = leichte HD; D1 und D2 = mittlere HD; E = schwere HD

C, D und E sind in Deutschland nicht zur Zucht zugelassen.

Gentest für "Dilute"-Färbung

Ergebnis: D/D = frei, homozygot erbgesund (Elternbefund vom 18. August 2014)

Dilute-Färbung: Genetische Anlage für die Intensität der Fellfarbe/Farbverdünnung. Das für die Farbverdünnung verantwortliche Gen heißt "dilute" und kann zu drei möglichen Ergebnissen führen:

D/D = frei, homozygot erbgesund; D/d = Anlageträger, heterozygot, ein gesundes und ein betroffenes Allel; d/d = Merkmalsträger, homozygot erbkrank 

In Deutschland dürfen nur freie Hunde und Anlageträger mit freien Hunden verpaart werden.  Merkmalsträger sind von der Zucht ausgeschlossen. 

Gentest für "Braun"-Färbung

Die Blutabnahme für den Gentest wurde am 23. August 2018 durchgeführt. 

Ergebnis: B/B = frei, homozygot erbgesund, 1808-W-37622 (Laboklin-Befund vom 10. September 2018)

Braun-Färbung: Genetische Anlage für die braune Fellfarbe (Schoko-Pinscher). Die Blutuntersuchung kann zu drei möglichen Ergebnissen führen:

B/B = frei, homozygot erbgesund

B/b = Anlageträger, heterozygot, ein gesundes und ein betroffenes Allel

b/b = Merkmalsträger, homozygot erbkrank 

In Deutschland dürfen nur freie Hunde und Anlageträger mit freien Hunden verpaart werden.  Merkmalsträger sind von der Zucht ausgeschlossen. 

Gentest für "vWD"-Färbung (Von Willebrand ERkrankung)

Ergebnis: N/N = frei, kein Anlageträger (Elternbefund vom 18. August 2014)

vWD: Die "von Willebrand Erkrankung" ist eine vererbbare Blutgerinnungsstörung. Die Untersuchung kann zu drei möglichen Ergebnissen führen:
N/N = frei, homozygot erbgesund; N/vWD1 = Anlageträger, heterozygot, ein gesundes und ein betroffenes Allel; 
vWD1/vWD1 = Merkmalsträger, homozygot erbkrank

In Deutschland dürfen nur freie Hunde und Anlageträger mit freien Hunden verpaart werden.  Merkmalsträger sind von der Zucht ausgeschlossen. 

Augenuntersuchung

Ergebnis: frei von erblichen Augenkrankheiten (gültig bis August 2020)

Frei von erblichen Augenkrankheiten (28. August 2019)

Frei von erblichen Augenkrankheiten (23. August 2018)

Augenuntersuchung: Dabei werden die Augen des Hundes auf verschiedene wahrscheinlich erblich bedingte Krankheiten untersucht. Zu den zuchtausschließenden Augenkrankheiten gehören: Dermoid, Entropion, Katarakt, Kolobom, Mikrophtalmie, Nickhautknorpelumschlag, persistierende hyperplastische Tunica avasculosa letis, persistierender hyperplastischer primärer Glaskörper, progressive Retina Atrophie (PRA), Mikrophakie, Mikrophtalmie und Retinadysplasie. 

Gebiss

Ergebnis: vollständiges und reinweißes Scherengebiss

Patella-Luxation

Die Untersuchung wurde am 28. August 2019 durchgeführt.
Ergebnis: Grad 0 = keine Luxation feststellbar, nicht luxierbar.

Patella-Luxation: Kniescheibenverlagerung

Die Patella-Luxation wird in 4 Schweregrade eingeteilt und das typische Symptom einer Patella-Luxation Grad 1 und 2 ist das immer wiederkehrende Laufen auf drei Beinen, wobei die nicht belastete Gliedmaße in gebeugter Stellung getragen wird. Da die Krankheit erblich ist, sollte sie bei Zuchthunden untersucht werden.

Ohrrand-Nekrose

Ergebnis: nicht vorhanden

IMpfreaktion

Ergebnis: nicht vorhanden

Schilddrüse

Dei Blutuntersuchung für die Schilddrüsenwerte wurde am 25. Mai 2019 von Biocontrol Ingelheim durchgeführt.

Ergebnis: Keinerlei Auffälligkeiten, alle Werte im Normalbereich

T4 liegt bei 2.0 µg/dl (Normalbereich 1.5 - 4.0 µg/dl)

FT4 liegt bei 1.00 ng/dl (Normalbereich 0.40 - 1.90 ng/dl)

TSH liegt bei 0.09 ng/ml (Normalbereich < 0.30 ng/ml)

DNA-Profil

Die Blutabnahme für das DNA-Profil wurde am 23. August 2018 durchgeführt.

Ergebnis: 1808-W-37622 (Laboklin-Befund vom 10. September 2018)

DLA-Haplotypbestimmung

Ergebnis: heterozygot (mischerdig), Feragen-Befund vom 2. September 2019

Haplotyp 1 = DLA-DRB1: 006:01, DLA-DQA1: 005:01:1, DLA-DQB1: 007:01

Haplotyp 2 = DLA-DRB1: 015:01, DLA-DQA1: 001:01, DLA-DQB1: 002:01

Die genetische Bestimmung der DLA-Gene ergab, dass der untersuchte Hund zwei unterschiedliche Genkombinationen besitzt. Das bedeutet der Hund ist mischerbig und besitzt die größtmögliche genetische Vielfalt in den analysierten DLA-Genen. 

 

Die DLA-Gene (DRB1, DQA1 und DQB1) haben die Aufgabe des Immunsystems und können in unterschiedlichen Kombinationen, den Haplothypen, vorliegen. Die Untersuchung kann zu zwei möglichen Ergebnissen führen: Homozygot = beide Haplotypen sind identisch; Heterozygot = die Haplotypen sind unterschiedlich

Um eine große, genetische Vielfalt zu erhalten, sollten die Zuchtpartner nicht die gleichen Haplotypen besitzen. 

DM - Degenerative Myelopathie

Ergebnis: N/N frei (clear)Feragen-Befund vom 10. September 2019